Beachhead wählen, Roadmap nach Engpass priorisieren

    Legt das Minimum Viable Segment, den ersten Kanal und die nächsten 100 Tasks in der Reihenfolge des Engpasses fest und hängt den Hiring-Plan an bewiesene Produktivität statt an den Wunsch.

    Owner
    CCO / GTM-Leader
    Beteiligt
    Founder / CEO, CSO / Head of Sales, RevOps / GTM Engineer
    Autonomiestufe
    1 · Autonom
    Routine, reversibel, geringes Risiko. Ein Fehler kostet Minuten.
    Auslöser
    Workspace und Pipeline stehen, und die Frage lautet: Welches Segment, welcher Kanal, welche 100 Tasks, und wann der nächste Hire.
    Output
    Beachhead, Kanalreihenfolge, bottom-up Kapazitätsmodell mit Hiring-Pace und die ersten 100 Tasks nach Engpass in GTM OS.
    Artefakt im Context Workspace
    strategy/gtm-roadmap.md + GTM OS Projekte P1 bis P12

    Warum jetzt

    Roberges Reihenfolge ist zwingend: erst Product-Market-Fit, dann GTM-Fit, dann Wachstum. Bereit zum Skalieren ist, wer beides hat, nicht wer fünf Beta-Kunden, eine Series A oder mehr Inbound als Kapazität hat. Vor dem nächsten Hire braucht es einen messbaren Kanal und einen Rep am Ziel; Seller ohne skalierbaren Kanal einzustellen, zählt er zu den zehn häufigsten Gründen für Scheitern. Skalieren ist eine Pace, kein Ereignis: zwei Reps pro Quartal, dann vier, dann acht, bottom-up aus bewiesener Produktivität gerechnet. Vacca sagt dasselbe über Kanäle: Content zuerst, Outbound zweitens, Ads drittens, den zweiten Kanal nach 60 Tagen. Und weil 14 % der Seller 80 % liefern, wird das System um den Top-Decile-Spielzug gebaut, nicht um den Durchschnitt.

    Agents

    • Coach Agent

      Erinnert an Kadenzen, zeigt Strategy Drift und hält das Team auf dem vereinbarten Kurs.

    • Analyst Agent

      Rechnet Kohorten, Retention, Unit Economics und Teamvarianz aus den Rohdaten.

    Inputs

    • Diagnose mit EngpassContext Workspace
    • ICP mit Segmenten und SignaldichteContext Workspace
    • Unit Economics je Kanal und RepFinanzdaten
    • Kapazität: Reps, Ramp, Zykluslänge, AttritionCRM

    Schritte

    1. 1

      Beachhead wählen

      Mensch

      Ein Segment, in dem Signaldichte, Schmerz und Erreichbarkeit zusammenkommen. Alles andere wird geparkt, sichtbar, mit Datum.

    2. 2

      Reifeprüfung

      Mensch

      Product-Market-Fit: die aktuellen Kohorten erreichen das Wertereignis. GTM-Fit: ein Kanal mit LTV/CAC über 3 und Payback unter 12 Monaten, ein Rep am Ziel. Erst dann skalieren. Die Frage ist: Sind wir bereit, und wie schnell.

    3. 3

      Kapazitätsmodell bottom-up

      Agent

      Der Analyst Agent rechnet aus bewiesener Produktivität: New ARR je Rep, Termine je SDR, Conversion, ACV, mit Ramp, Zyklus und Attrition. Szenarien «zwei Hires pro Quartal, dann vier, dann acht» gegen den Cash-Trough.

    4. 4

      100 Tasks nach Engpass

      Mensch + Agent

      Der Coach Agent zerlegt die Hebel in Tasks, priorisiert nach Engpass-Impact und legt sie als Projekte in GTM OS ab. Menschen streichen, ordnen und setzen Owner und Woche.

    5. 5

      Kanalreihenfolge festlegen

      Mensch

      Content zuerst, Outbound zweitens, Ads drittens. Der zweite Kanal kommt nach 60 Tagen, wenn der erste misst. Drei Kanäle gleichzeitig starten heisst dreimal von null.

    6. 6

      Wöchentlicher Scorecard

      Agent

      Fünf bis sieben Zahlen jeden Montag. Der Coach Agent erinnert, zeigt Drift gegenüber der Roadmap und schlägt die Tasks der Woche vor.

    Human Gate: hier entscheidet ein Mensch

    CCO und Founder entscheiden Beachhead, Kanal und Hiring-Pace. Der Agent rechnet Szenarien und schlägt Tasks vor; er stellt niemanden ein und streicht kein Segment.

    Woran du erkennst, dass es wirkt

    MetrikZielwert
    ReifegateProduct-Market-Fit und GTM-Fit erfüllt, bevor ein zweiter Rep kommt
    Anteil Wochen-Tasks aus dem Engpass-Bereichüber 60 %
    Hiring-Pace gegenüber Planzwei pro Quartal; beschleunigen nur bei intaktem Speedometer
    Reps am Monatsziel70 bis 90 %

    Qualitätskriterien

    • Genau ein Beachhead, genau ein erster Kanal.
    • Das Kapazitätsmodell rechnet mit bewiesenen Zahlen, nie mit «Conversion verdoppeln».
    • Jeder Task hat Hebel, Owner und Woche.
    • Der Scorecard hat höchstens sieben Zahlen.

    Anti-Patterns

    • Der Top-down-Plan vom Unicorn: «triple, triple, double, double».
    • Acht Reps im Januar, zwei im Dezember.
    • Drei Kanäle gleichzeitig starten.
    • Tasks nach Lautstärke statt nach Engpass priorisieren.
    • Das Wettbewerber-Playbook kopieren: deren ICP ist nicht deiner.

    Quellen

    • Mark Roberge, The Science of Scaling (2025): Bereit zum Skalieren erst mit Product-Market-Fit und GTM-Fit; ein Kanal und ein Rep am Ziel vor dem Hiring; bottom-up Kapazitätsmodell; Pace zwei, vier, acht; 70 bis 90 % der AEs am Ziel (Kapitel 6, 7, 20, 23, 30).
    • Alex Vacca, 100 Tips to Master GTM (2025): Tipps 1, 55, 56, 70, 87 und 95: ein ICP, ein Kanal, der zweite nach 60 Tagen, 15 Leute plus AI statt 50, Montags-Scorecard, keine SDRs vor dem System.
    • Ebsta × Pavilion, GTM Benchmarks Report (2025): 14 % der Seller liefern 80 % des Neukundenumsatzes: das System um den Top-Decile-Spielzug bauen.
    • AI GTM Lab, Das 12-Hebel-Framework (2026): Hebel 6: Beachhead, Minimum Viable Segment, 100-Task-Execution; A.N.A. priorisiert nach Engpass, GTM OS führt die zwölf Projekte.

    Danach meist

    • Nächster Schritt

    Vom Pattern zum System.

    Der kostenlose Kurs zeigt dir, welche Patterns für dein Unternehmen jetzt zählen. Teams wenden sie mit dem Playbook Manager im AI GTM OS an.